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Grishan

Geschrieben von Mirella Furlan - 29. Mai 2007

Mein Freund trägt viele Namen
Ein Dutzend unter einem Hut
Wenn sie miteinander streiten
Bin ich still und das ist gut.

Manchmal teil ich seinen Atem
Auch durch meine Lieblingszahl
Und durch unser U-Boot schaukelt
Ein verirrter Zitteraal.

Seine Koffer haben Flügel
Meine wiegen tonnenschwer
Macht doch nichts, ruft plötzlich einer
Eine Tonne für das Meer.

Eine Spinne in der Küche
Keine Motten um das Licht
Denn im Dunkeln ziehen Kreise
Purpurfarbene oder nicht.

Und wenn Lindenberg dann singt
Wird der Osten mir erklärt
Nachtverkauf mit Einheitswährung
Alles was das Herz begehrt.

Leise quietscht die Zimmertür
Meinem Wecker etwas zu
Weil sie unsere Dinge sind
Sind sie schon auf Du und DU.

Puscheliger Puer aeternus
Jeder Name nicht zu viel
Alle Stimmen will ich hören
Und von dem Gedankenspiel

Warum sich die Welt erklären
Dreht sie sich doch einfach so
Tee wird gemeinsam schöner kalt
Warte auf mich, ich muss zum Klo.

Nehme ich Deine Schachtelsätze
Klebe eine Muschel drauf
Und das Schaf, das du mir schenktest
Passt bestimmt auf Bruno auf.

Draußen mühevolle Amseln
Brüllen in den neuen Tag
Der der Nacht zu folgen
Die lang war wie ein Wimpernschlag.

Seufze ich in meine Kissen
Schwatzen Deine Dir ins Ohr
Und mechanische Maschinen
Stellen sich mit Namen vor.

Wenn wir um die Wette träumen
Wartet er vorm nächsten Ziel
Wissend dass ich ihm gern folge
Weil er mir sofort gefiel.

Dieser Beitrag ist veröffentlicht in der Kategorie: Gedichte