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Matrosen

Neben Dir im Strandkorb
Endlich wird es etwas kühler
Die Fähre geht schon längst nicht mehr
Ja, dann eben “fährt” nicht mehr.

Danke, für Deine Überlebenssuppen
Und Danke, dass ich bei Dir immer so sein darf
Wie ich bin
Vieles macht erst jetzt so richtig Sinn.

Bring’ mich nach Hause
Ich schlafe heute neben Dir
Kühl’ mir meine Schläfen
Und erzähl’ von Deinen Häfen
Matrosen waren immer nett zu mir.

Glücksscherben

Du stehst vor meiner Tür
ich öffne sie
und kann nur auf Deinen Mund sehen.
Deinen wundervollen Mund.
Was hast Du gesagt?

Du sitzt neben mir
ganz nah
und ich kann nur auf Deine Hände sehen.
Deine wundervollen Hände.
Willst Du mich berühren?

Ich werfe meine Tasse um
weil ich weiß, dass Du aufstehen wirst
um alles wieder in Ordnung zu bringen.
Genügsam will ich sein
mich selbst belügen
aber Dich nicht.

Wertvoll will ich sein
Außergewöhnlich
damit Du Dich an mich erinnerst
wie an ein schönes Rosenthal-Geschirr
das Dir schon um die Ohren sauste.
Glücksscherben
die vom Leben erzählen
und von Dir und mir.

Ohne Angst

Wenn ich es gelernt hätte
würde ich Dir einen Zugang zu meinen Gedanken legen.
Wir würden still nebeneinander liegen
und bei jedem Zucken von Dir
würde ich lächelnd die Dosis erhöhen.
Du reißt Dir die Kanüle aus dem Arm
und schreist: Du spinnst wohl!
Eine meiner Schwestern bringt Dir ein Beruhigungsmittel.

Wenn die Narkose wirkt
werde ich Deinen Brustkorb öffnen
und mein Ohr auf Dein schlagendes Herz legen.
Du wirst nicht verbluten.
Du wirst Dich nur über die lange Narbe wundern.