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Bürgerpark

Ich will von der Omi erzählen,die wir heute im Park trafen.
Auf einer Bank sitzend, viel zu warm angezogen und an einer Caprisonne saugend, die sie mit ihren kleinen, faltigen Fingern fast zärtlich festhielt. Sie lächelte, als sie uns sah und ich grüßte freundlich. Ihr langes, graues Haar, zu einem Knoten zusammengesteckt, war schon sicher einige Zeit nicht mehr gekämmt worden. Die Kinder ließen sich von ihr den Kopf tätscheln und so setzte ich mich zu ihr. “Kinder brauchen viel Bewegung, gutes Essen und Schlaf”, sagte sie. Ich stimmte ihr zu. Sie kramte, mit ihren Omi-Händen in ihren Manteltaschen und verteilte drei Bonbons. Ob sie denn auch Kinder hätte, wollte ich wissen. Statt zu antworten, ließ sie ein Windchen streichen und hörten diesem Geräusch hinterher. Ein kleiner Omi-Pups. Die Kinder juchzten, als ein kleiner Hund angelaufen kam, dessen Besitzer in einiger Entfernung auszumachen war. Wieder fasste sie in ihre Omi-Manteltasche. Dieses mal auf der anderen Seite und holte einen Hundekuchen heraus.
Sie streckte ihre Hand aus und ließ den schwanzwedelnden und an ihr hochspringenden Hund, daraus fressen. Nachdem der Halter des Hundes sich für das unflätige Benehmen seines Tieres entschuldigte, ihn anleinte und seinen Spaziergang fortsetzte, erhob sie sich erstaunlich flink von der Parkbank. Sie sah mich an und sagte, fast ärgerlich:
“Ich hab’ nicht so viel Zeit. Ich hab’ noch jede Menge zu tun!” Dann ging sie, ohne sich umzudrehen.